Über Kurt Slavicky

Mein Vater, Dipl.-Ing. Kurt Slavicky (1927–2013), war Techniker. Ein Jahr lang war er Elev bei den Wiener Sängerknaben. Seine Schulzeit musste er kriegsbedingt bereits nach der 7. Klasse des Gymnasiums beenden und wurde anschließend als Luftwaffenhelfer eingezogen.

Nach der Gefangenschaft im Jahr 1945 begann er im Oktober desselben Jahres das Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Wien (heute TU Wien).

1953 nahm er seine berufliche Tätigkeit im Simmeringer Mautner-Markhof-Konzern auf, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1987 beschäftigt war.

Die Sammlung

Von Beginn an sammelte er die Programme der von ihm besuchten Veranstaltungen, sodass im Laufe der Jahre eine umfangreiche Sammlung entstand, die er sorgfältig pflegte und archivierte.

Das älteste Programm stammt aus dem Jahr 1941 aus dem Wiener Konzerthaus.

Bis etwa zwei Jahre vor seinem Tod im Jahr 2013 besuchte er – soweit es seine Gesundheit erlaubte – regelmäßig Konzerte klassischer Musik, Jazzveranstaltungen sowie Opern- und Theateraufführungen. Zu jeder Veranstaltung erwarb er ein Programmheft.

Aufbau

Die Programme sind nach Spielstätten bzw. Veranstaltern und innerhalb dieser chronologisch nach Jahren geordnet.

Hauptgruppen der Sammlung sind die Konzerthausgesellschaft, die Gesellschaft der Musikfreunde, die Wiener Philharmoniker, die Wiener Staatsoper, die Wiener Volksoper, das Sprechtheater sowie diverse weitere Spielstätten und Veranstalter.

Umfang

Die Sammlung ist in Regalen untergebracht und umfasst etwa 17 Laufmeter.

Die einzelnen Programme sind – entsprechend ihren Papierformaten – in Ordnern abgelegt. Die Programme wurden dafür gelocht und systematisch einsortiert.

Berichte

In der Wochenendbeilage der Zeitung „Kurier“ vom 12. März 2005 wird seine Sammlertätigkeit ausführlich beschrieben. zum Artikel

Wissenschaftliche Aufarbeitung und Langzeitarchivierung

Aus musiksoziologischer Sicht bietet die Sammlung wertvolles Material für weiterführende Analysen. Sie könnte beispielsweise im Rahmen einer Masterarbeit wissenschaftlich aufgearbeitet und ausgewertet werden.

Dabei sollte auch ein Konzept zur langfristigen Archivierung entwickelt werden. In diesem Zusammenhang wäre zu klären, ob die jeweiligen Veranstalter Interesse an den Programmen haben, um mögliche Lücken in ihren eigenen Archiven zu schließen.

Eine zentrale Aufgabe wäre die Digitalisierung der Übersichtsblätter (Werke und Besetzungen). Diese Daten könnten anschließend statistisch ausgewertet werden und als Grundlage für weiterführende Erkenntnisse über die Sammlung und den Sammler dienen.

Sollten Sie an einem solchen Projekt Interesse haben oder innerhalb ihres Wirkungskreises Möglichkeiten einer Projektumsetzung sehen, so kontaktieren Sie bitte johannes(at)slavicky(punkt)at.